
ASC Jugend segelt Fehmarn Rund
Fehmarn-Rund – Regattabericht des J70-Teams (22.–25. Mai)
(Team: Jesper Freienstein, Emily Roth, Laura Noll, Mika Hyner)
Bereits im Wintertraining entstand die Idee, an der Fehmarn-Rund-Regatta teilzunehmen – für Mika und Jesper ein Wiedersehen mit vertrauten Gewässern, diesmal mit der J70. Nach intensiver Vorbereitung ging es am 22. Mai los Richtung Ostsee.
Nach einer langen Fahrt kamen wir spät in der Nacht auf Fehmarn an. Dank der Unterstützung von Silvia Mayer-Tasch konnten wir direkt beim Segelclub übernachten. Am nächsten Morgen wurde das Boot gekrant, getrimmt und trainiert – bei ordentlich Wind und kühlen Temperaturen. Das erste Kennenlernen des Reviers lief erfolgreich und machte Lust auf mehr.
Der Regattatag begann früh: Start um 8:55 Uhr bei anspruchsvollen Bedingungen. Trotz unseres kleinen Boots lieferten wir einen super Start und lagen zeitweise ganz vorne. Die Umrundung der Insel war taktisch fordernd – vor allem bei nachlassendem Wind auf der Nordseite. Mit einem cleveren Tonnenmanöver und viel Einsatz kämpften wir uns durch.
Nach knapp sieben Stunden kamen wir stolz ins Ziel – mit dem Wissen, alles gegeben zu haben. Am Abend wurden wir mit Applaus bei der Siegerehrung empfangen und belegten Platz 7 in unserer Gruppe.
Am letzten Tag hieß es dann: Boot abbauen im Regen, Rückfahrt nach Hause. Für uns war es ein unvergessliches Erlebnis voller Teamgeist, Segelspaß und neuer Erfahrungen. Vielen Dank an alle, die es möglich gemacht haben!
Lest den ausführlichen Bericht – Danke an Emily Roth, dass ihr uns auf euere Reise mitgenommen habt !





Fehmarn- Rund- Reisebericht (22.5-25.5)
(J70 Team: Jesper Freienstein, Emily Roth, Laura Noll, Mika Hyner)
Die Idee diese Regatta mitzusegeln entstand bereits während des Wintertrainings. Mika und Jesper waren diese im vergangenen Jahr schon mitgesegelt und es kam zu der Idee diese mit der J70 mitzufahren. Nach langer Planung ging unsere Reise dann am 22.5. los.
Tag 1:
Wir starteten am Donnerstag um 12:00 Uhr vom ASC aus. Unser Gespann bestand aus dem Teambus und dem Anhänger, mit dem wir dementsprechend 12 Stunden bis nach Fehmarn brauchten. Wir kamen also spät nachts an und fielen dann sofort in die Betten. Glücklicherweise gelang es uns, dank der Hilfe von Silvia Mayer- Tasch eine Genehmigung zu bekommen, sodass wir mit dem Teambus und dem Wohnmobil, dass uns begleitete, direkt beim Club zu übernachten.
Tag 2:
Unser Krantermin war um 9:00 Uhr in Burgstaaken, das ungefähr fünf Minuten mit dem Auto entfernt war, geplant, dementsprechend ging der Tag früh los. Erst hieß es Maststellen, alles Ready machen, um dann zu kranen und danach unsere erste Trainingseinheit zu beginnen. Gegen 10:00 Uhr fuhren wir raus aufs Meer. Dabei ging es in erster Linie darum, dass Laura und Ich das Gewässer kennenlernten, wir uns als Team einspielen würden und natürlich Spaß zu haben. Wir waren zwar schon davor am Ammersee zusammen gesegelt, aber wie man es häufig kennt, nur mit wenig Wind. Im Gegensatz dazu hatten wir dort mindestens 15 Knoten.
Unsere Positionen an Bord:
Jesper: Steuermann,
Emily: Zuständig für Gennaker
Laura: Zuständig für die Fock
Mika: Trimm, Taktik
Nach ungefähr zwei Stunden, fuhren wir schließlich Richtung Burgtiefe, wo der Club (BSV) lag, der die Regatta veranstaltete. Wir fuhren mit allen Segeln hochgezogen rein, suchten uns eine Box und legten entspannt an, was uns schon mal ein paar bewunderte Blicke der anderen einbrachte. Danach gab es Mittagessen, in dem zum Glück beheizten Wohnmobil, denn so richtig warm war es leider nicht. Nach diesem gab es eine Mittagspause, indem wir die Schauer durchließen, um danach wieder rauszufahren. Diesmal nahm der Wind zuerst extrem ab, nur um dann nochmal mit ca. 17 Knoten wieder zu kommen. Auch diese Einheit lief sehr gut, sodass wir am Ende wieder glücklich aber auch erschöpft im Hafen ankamen. Nachdem wir die J 70 festgemacht hatten, die neben den anderen Booten eher aussah, wie ein kleines Spielzeugboot aussah, gab es Abendessen und am Abend noch eine Runde Taktikbesprechung für das Rennen morgen. Dafür waren zum einen die Bojen des Fahrwassers, die Baustellen unter der Brücke, sowie der Fährenverkehr wichtig.
Tag 3:
Die Regatta stand an. Es ging früh los, Frühstücken um 6:30, Steuerleutebesprechung (in Teamkleidung versteht sich) um 7:00 Uhr und auslaufen um 7:30. Wir starteten in verschiedenen Gruppen, je nach Yardstik. Wir waren in der zweiten und unser Start war um 8:55. Da wir alle aus dem ILCA kamen probierten wir die Taktik, uns beim Startschiff in den Wind zu stellen, um dann über die anderen Boote drüber zu fahren. Da wir eines der kleinsten Boote waren, nutzen wir unsere Wendigkeit und hatten schließlich einen perfekten Start. Wir fuhren auf dem Kreuz, die zur ersten Tonne führte so gut mit, dass wir schließlich an dieser als zweite ankamen. In der Regatta ging es darum, um die Insel herum zu segeln, wobei man Tonnen passieren musste. Am Ende wurde die Zeit dann mit dem Yarstik verrechnet. So war unser nächstes Ziel die Fehmarnsundbrücke, die wir passieren mussten. Der Wind, der anfangs noch recht stark gewesen war, nahm jetzt leider zunehmend ab, sodass wir im Gegensatz zu den anderen deutlich langsamer wurden. Auf dem Gennaker Kurs, der an der Nordseite der Insel entlang ging, schlief der Wind leider immer mehr ein. Wir gaben unser Bestes und hatten Glück, denn als wir uns wieder auf der Ostseite befanden, zogen immer wieder Böen durch, die uns schneller werden ließen, bis wir schließlich aufholten. Mittlerweile waren auch die Gruppen hinter uns und vor uns auf einer Höhe, sodass wir uns mit vielen Boten auf, die nächst zu passierender Tonne zubewegten. Dort standen wir vor einem Problem, die Tonne lag zu tief, um sie mit Gennaker zu passieren. Eine Halse hätte uns jedoch hinter die anderen Boote gebracht, also entschlossen wir uns ein anderes Tonnenmanöver zu fahren. Wir fuhren Schmetterling (Gennaker auf der einen Seite, Großsegel auf der anderen) auf die Tonne zu. Kurz vor ihr holten wir das Groß wieder rüber und pumpten mit dem Gennaker kräftig an. Das Ganze brachte uns nicht nur Geschwindigkeit und einen Vorsprung, sondern auch verblüffte Blicke der anderen. Leider zogen diese danach ihren Code- Zero, sodass sie schneller waren als wir. Der Wind drehte nun immer mehr, sodass wir zur nächsten Tonne wieder kreuzen mussten, um dann Halbwind Richtung Ziel zu fahren. Leider nicht gerade der schnellste Kurs bei so einem Wind für die J.
Wir passierten schließlich die Ziellinie mit einer Zeit von 6 Stunden und 55 min. Wir alle waren glücklich und unglaublich stolz auf uns.
Anstatt Pause zu machen, fuhren wir gleich in den Hafen von Burgstaaken um wieder auszukranen. Da wir deutlich schneller gewesen waren als gedacht, mussten wir auf unseren Kranktermin warten und aßen erstmal leckere Fischbrötchen.
Die Siegerehrung fand dann nach einem Grillen im Segelclub statt. Die Atmosphäre dort war super herzlich und die Siegerehrung war auch sehr nett. Wir wurden im Endeffekt 7. aus unserer Gruppe und als wir aufgerufen wurden, standen alle auf und begannen zu klatschen. Auch wenn wir nicht vorne mit dabei waren, waren sie trotzdem beeindruckt von uns gewesen.
Tag 4:
Wir verließen Fehmarn im strömenden Regen, so fiel uns wenigstens der Abschied nicht so schwer. Da wir die J70 gestern nicht abgebaut hatten, mussten wir das noch am Vormittag erledigen. Wir stiegen schließlich müde und etwas durchnässt um 9 Uhr ins Auto ein. Und kamen leider wegen Stau erst gegen 21.30 Uhr in Utting an.
Für uns alle war es ein tolles Erlebnis, dass wir auf jeden Fall gerne wieder machen wollen. Wir haben viele Erfahrungen gesammelt und eine großartige Zeit zusammen gehabt. Vielen Dank, dass wir das machen durften!
